"Winterblues"

Die eine oder der andere von euch kennt ihn vielleicht. Den "Winterblues", oft auf Winterdepression genannt. „Alle Jahre wieder ...“ oder „Jährlich grüßt der Winterblues“ können einige ein Lied davon singen. Bei Manchen ist es so schlimm, dass sie sich schon im Herbst davor fürchten. Bekommen im Winter depressionsähnliche Zustände.

 

Die dunkle Jahreszeit gönnt uns oft wenig Sonne und bringt unseren Tag- und Nachrhythmus durcheinander. Sobald es draußen finster wird, schaltet unser Körper auf Sparflamme. Verkriechen ist das Motto. Das Aufstehen am Morgen ist anstrengend. Dies ist ein natürlicher Vorgang, der auch bei den Tieren und Pflanzen erkennbar ist. Einige Tiere machen sogar einen Winterschlaf. Dabei wird der ganze Körper auf "Ruhemodus" zurückgeschaltet. Auch bei unseren Haustieren ist es erkennbar. Bei meinem Hund kann ich gut beobachten, dass sie im Winter viel mehr Zeit in ihrem Betterl verbringt als draußen im Garten. Drinnen ist es viel wärmer und gemütlicher. Verkriechen ist das Motto. Bei den Pflanzen ist es nicht anders. Viele Pflanzen sterben im Herbst. Die Samen ruhen im Winter unter der Erde um im Frühjahr zu sprießen beginnen. Die Bäume verlieren ihre Blätter und die Energie geht in die Wurzeln zurück. Im Schutz der dunklen Erde.

 

Es zieht sich ein roter Faden durch:

Rückzug, Dunkelheit, Energiesparmodus

 

Und im Frühjahr wachen wir alle gemeinsam wieder auf. Wir Menschen bekommen wieder mehr Energie, wollen wieder rausgehen und Sonne tanken. Wir sind wieder gesellschaftstauglicher. Die Tiere werden wieder aktiver, wachen aus dem Winterschlaf auf, die Pflanzen fangen zu wachsen an und die Bäume bekommen frische Blätter

 

Das Wissen um die drei Worte: Rückzug, Dunkelheit, Energiesparmodus kann uns auch durch den Winter helfen. Es liegt in der Natur, dass wir uns ins unserer Höhle vergraben wollen. Das Annehmen dieses Wissens macht schon vieles leichter. Wir dürfen uns zurückziehen. Wir dürfen uns mehr ausruhen. Wir dürfen „nein“ sagen, in Bezug auf das Treffen mit Freunden oder Familie. Wir dürfen uns zu Hause verwöhnen und dabei Kraft tanken für den Frühling und den Sommer. Bis wir uns im Herbst wieder auf die ruhige Zeit einstellen. Wir verabschieden den Sommer und fangen an, mehr in die Stille zu gehen. Wir machen uns bewusst, dass die dunkle Jahreszeit bevorsteht und richten unsere Höhle gemütlich ein. Und mit dem „Annehmen“ des Rückzugs fühlt es sich gar nicht mehr so als „depressiv“ an, sondern wird mehr und mehr als gut vor allem als OK empfunden.

 

In unserer Gesellschaft wird dies leider nicht berücksichtigt und die gewohnte Leistung wird verlangt. Darum machen wir uns die Kraft der Pflanzen zu nutze. In Form von ätherischen Ölen haben wir eine große Auswahl an geballter Pflanzenkraft, die uns gut über die Winterzeit bringt.

Wenn du jährlich vom „Winterblues“ betroffen bist, kannst du schon im Herbst beginnen, dich regelmäßig mit ätherischen Ölen zu verwöhnen. Erwischt es dich erst nach Weihnachten, wenn der Winter schon lange ist, fange einfach gleich an, dir Gutes zu tun.

 

Wenn es dir möglich ist, nutze den Tag für Spaziergänge in der Natur. Hebe dabei den Kopf und entdecke die schönen Dinge des Winters. Eine schöne Schneelandschaft, vereiste Bäche, vereinzelte Vögel, die wir hören oder sehen, Eiskristalle… all dies sind Dinge, die unsere Laune heben, wenn wir sie bewusst in uns aufnehmen.

 

Folgende ätherische Öle sind ein paar auserwählte Öle, die ich selber gerne benutze. Nicht nur wegen dem „Winterblues“, sondern auch, weil sie einfach so gut riechen. Das tut meiner Seele gut.

 

Lavendel

…kommt häufig aus Frankreich. Der Duft ist blumig-krautig, süßlich mild. Nicht jedermann mag den Duft von Lavendel. Aber jeder, der den Duft mag, kennt die entspannende Wirkung. Es beruhigt unsere Nerven und hilft uns beim Einschlafen. Bei Angst wirkt es stärkend, bei Nervosität oder Stress beruhigend. Für Kinder passt es gut in eine „Gute Nacht“ Mischung kombiniert mit Mandarine.

 

Zitrusfrüchte

(Zitrone, Orange, Blutorange, Bergamotte, Mandarine)

…Zitrusfrüchte kommen aus dem Mittelmeerraum bzw. den Tropen. Die Düfte bringen uns die Kraft der Sonne und riechen meist lebhaft, frisch, fruchtig bis süßlich. Zitrusöle heben unsere Stimmung unvergleichlich. Sie wirken belebend und fördern unsere Konzentration. Mandarine macht uns unternehmungslustig. Kindern hilft Mandarine wiederum beim Einschlafen, da es Geborgenheit schenkt und beruhigend wirkt. Orange tut uns gut, wenn wir melancholisch sind. Bergamotte löst unsere Ängste. 

ACHTUNG: Zitrone, Limette, Bergamotte wirken phototoxisch. Daher nicht in der prallen Sonne anwenden, sonst können Hautirritationen entstehen.

  

Rose

…kommt häufig aus der Türkei, Marokko oder Bulgarien (teuerstes Öl). Der Duft ist süß, würzig, blumig. Rosenöl ist sehr hochwertig. Für 1 kg Rosenöl sind bis zu 5 Tonnen Rosenblätter notwendig, was auch der Grund für den hohen Preis ist. Meistens bekommt man das Öl gemischt in Jojobaöl. Dies muss auf der Flasche gekennzeichnet sein.

Das Rosenöl unterstützt uns, unsere Höhle wieder leichter zu verlassen. Es wirkt ausgleichend, nimmt uns die Angst und fördert unseren Schlaf (zB eine Mischung aus Rose, Lavendel und Mandarine – auch für Kinder geeignet ACHTUNG geringere Dosierung bei der Anwendung an Kindern)

 

Neroli

…kommt häufig aus dem Mittelmeerraum (Italien, Marokko, Frankreich, ...) und ist die Orangenblüte. Der Duft ist süßlich-frisch bis leicht würzig. Im Süden wird das Öl „Sonnenschein“ genannt. Es hebt unsere Stimmung, baut aber auch Ängste ab (auch gut bei Zahnarztbesuch, Prüfungs- oder Flugangst). Es unterstützt uns (gemischt mit Lavendel) beim Einschlafen, wodurch wir am nächsten Morgen mit mehr Energie aufwachen, wodurch der Tag vielleicht schon etwas leichter wird. Weiteres stärkt es unser Selbstbewusstsein.

 

Benzoe

…kommt aus dem Asiatischen (Vietnam, Thailand, Laos, ….) und ist eigentlich ein Harz. Es ist ein schweres, erdiges und auch sinnliches Öl und vermittelt uns das Gefühl von Geborgenheit. In einer Duftlampe oder einem Diffuser angewendet, vermittelt es Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Nehmen wir es aber in einem Riechstick oder einem kleinem selbstgemachten Duftöl mit nach Draußen, hält das Gefühl der Geborgenheit weiterhin an. Das Arbeiten fällt leichter. Rieche regelmäßig daran oder gib je einen Tropfen auf die Handgelenksinnenseite. Auch hier kannst du regelmäßig daran riechen. Du kannst dir damit auch die Schläfen einreiben oder einfach in deine Parfummischung geben. Vielleicht mögen du und dein Partner euch eine sinnliche Massage gönnen. Du siehst, es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten.

 

 

Rezept Massageöl

Das Rezept mit Johanniskrautaöl wirkt auf Grund der

stimmungsaufhellenden Wirkung von Johanniskraut noch intensiver.

50ml Johanniskrautöl

oder Mandelöl

2 Tr. Benzoe

4 Tr. Orange

3 Tr. Lavendel

 

Genießen wir die Dunkelheit und gönnen uns Ruhe, wo es möglich ist. Tanken wir kraft, um im Frühjahr frisch und munter und mit voller Energie wieder nach Draußen zu gehen. Die Natur erwacht. Der Kreislauf beginnt vor vorne.

 

Hier findest du die ätherischen Öle für das Massageöl.

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Hier findest du tolle Fertigmischungen:

 

Klarheit

Durch die Zitrusdüfte wirkt es stimmungsaufhellend, bringt Klarheit, bringt Energie. Rose bringt ein Gefühl der Zuversicht. Ein Hauch von erdigem Weihrauch öffnet den Geist

 

Sieben Kräuter

Eine Mischung aus 7 Kräutern wie Rosmarin oder Lavendel fördert auf der einen Seite Entspannung, andererseits bekommen wir wieder mehr Energie und Vitalität

 

Fruchtschalenmix

Diese Mischung ist für jene, die sich an Orangen oder Orangenöl nicht sattriechen können. Eine Mischung aus verschiedenen Zitrusfrüchten bringt gute Laune und wirkt anregend.

 

Anwendungen der Mischungen:

Duftlampe, Massageöl, Badezusatz, Fußbad, Parfum, Raumspray, Roll On, Riechstift