Borbeth vs. Hl. Barbara

Zur Erinnerung….

Denke daran, dir heute einen Barbarazweig zu holen.

Ein Barbarazweig ist ein Zweig von einem Obstbaum, den du bei dir zu Hause einwässerst. Blüht er zu Weihnachten bringt das Glück und Segen für das neue Jahr. Er steht für Wachstum und Fruchtbarkeit

 

Barbara kommt von Borbeth und Borbeth ist eine Göttin aus der Keltenzeit. Von der Kirche zur Hl. Barbara umbenannt wurde sie eine der Nothelferinnen. Aber sogar heute finden wir noch ähnliche Traditionen, die auch die Kelten schon feierten. So zB. Die Tradition des Barbarazweiges. Am Barbaratag, den 4.12. wird ein Zweig von einem Obstbaum nach Hause geholt und eingewässert. Blüht dieser zu Weihnachten, bringt dies Glück und Segen für das neue Jahr. Er steht für Wachstum und Fruchtbarkeit.

Borbeth unterstützt uns bei jeglichen Übergängen im Leben. Immer wenn etwas dem Ende zugeht und etwas Neues entsteht. Bei Geburten sowie dem Tod aber auch bei anderen Dingen, wo man sich von etwas verabschieden muss. Aber nur so kann Platz für Neues entstehen. Wir kennen alle die Angst vor dem Unbekannten, wenn eine Veränderung bevorsteht. Aber nur, wenn sich eine Türe schließt, kann sich eine Neue öffnen. Nur so bekommen wir eine neue Chance. Borbeth bzw. die Hl. Barbara unterstützt uns in dieser Umbruchphase und schenkt uns Geborgenheit und Schutz.

Borbeth steht für die Dunkelheit, in der wir uns jetzt befinden. Gleichzeitig stellt sie auch die Sonnengöttin dar. Als Zeichen dafür, dass die Dunkelheit sich im Frühjahr wieder zu mehr Licht umwandelt. Wir erkennen dies jetzt schon an den Knospen, die man in der Natur überall sieht. Obwohl die dunkle Jahreszeit noch andauert, warten die Knospen schon eifrig darauf, bis die Sonne am 21.12. sich wieder wendet, die Tage wieder länger werden und es endlich Zeit für neues Wachstum wird. Sie warten sozusagen geduldig auf den Startschuss. Geduldig ist das Stichwort. Ihre Kräfte sind noch unter der Erde verborgen. Die Wurzeln speichern, ruhen und erholen sich vom anstrengenden Jahr. In der Dunkelheit bekommen sie die nötige Kraft, um im Frühjahr wieder wachsen zu können. Genauso sollten auch wir die Zeit der Dunkelheit nutzen, um nach innen zu kehren. Uns Raum und Zeit zu gönnen, sich in die eigene Höhle zurückzuziehen und Kraft zu tanken. Kraft, um im Frühjahr wieder gestärkt aus der dunklen Zeit rauszugehen.

Das nahe Ende des Jahres bietet sich gut an, das Jahr nochmals zu reflektieren. Nimm dir bewusst Zeit dafür. Zünde dir eine Kerze an, vielleicht räucherst du auch ein paar gute Kräuter oder Weihrauch. Trinke einen guten Tee. Mach dir den Raum gemütlich, sodass du dich richtig wohlfühlst. Lege dir Schreibzeug parat und denke zurück.

     Wie war der letzte Jahresbeginn? Hatte ich Pläne oder Ziele für das Jahr 2019?

     Wie bin ich ins Frühjahr gegangen? Habe ich an meinen Plänen festgehalten?

     Wie war die Sommerzeit? Die Hochzeit sozusagen. Habe ich diese in vollen Zügen genießen können? Haben meine Projekte/Vorhaben einen Namen bekommen?

     Wie bin ich in den Herbst gegangen? Mit Demut oder Vorfreude auf die dunkle Jahreszeit?

     Habe ich die Dinge annehmen könne, die nicht so schön oder angenehm waren?

Ich empfehle dir die Dinge aufzuschreiben. Vielleicht beginnst du mit einem Tagebuch. Es ist sehr interessant, im Folgejahr zurückschauen zu können, was einem das ganze Jahr über beschäftigt hat.

Viel Spaß beim Holen des Barbarazweiges.

 

Möge Borbeth dich beschützen!

 

Mit lieben Grüßen

Verena

 

Fotos made by me :)

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